I'm the Boss

Hundeerziehung – Wer ist der Chef?

„Benni, Benniiiiiiiii!!!“ Wieder einmal hörte ich die Schreie meines Bekannten, ohne dass ich ihn erkennen konnte. Er stand ca. 200 m oberhalb am Hang, sein Hund Benni spielte unten im Bach und schaute nicht mal auf. Benni ist ein wuchtiger Labrador-Rottweiler-Rüde. Er hat vom Labrador das Verspielte und vom Rottweiler die Sturheit und Kraft. Im Spiel springt er Menschen an und wirft sie beinahe zu Boden. Mein Bekannter hat schon mehrere Anzeigen bekommen, der Hund hat eine Wesensprüfung durch die Polizei hinter sich. Ergebnis: der Hund ist freundlich und verspielt, aber er braucht Führung. Das sollte mein Bekannter lernen und wurde von dem Polizisten zu einem erfahrenen Hundetrainer geschickt. Auf dem Hundeplatz gehorchte Benni dem Trainer und auch meinem Bekannten aufs Wort. Aber sobald er den Platz verlassen hatte, war er wieder der Alte.

„Ich will nicht der Boss sein, mein Hund ist mein Kumpel“, sagte mein Bekannter einmal zu mir. Und genau da liegt sein Problem. Denn Benni ist kein Kumpel-Hund. Entweder er macht was er will – und wenn er will, folgt er auch – oder er ordnet sich unter und folgt. Er akzeptiert Führung sehr schnell. Das habe ich erlebt, als er mich mal wieder so ansprang, dass ich beinahe hinfiel. Bisher hatte ich mich nur weggedreht, wenn er an mir hochsprang, weil es der Hund meines Bekannten war. Aber dann hatte ich genug und befahl Benni „weg“. Und er ordnete sich sofort unter und ging.

Das nächste Mal begegnete ich ihm mit meiner Hündin, die läufig wurde. Vom Besitzer war weit und breit nichts zu sehen. Er rempelte mich sofort wieder und belästigte meine Hündin, die sich zwar wehrte, aber das beeindruckte ihn nicht. Ich übernahm die Führung und herrschte ihn an, er solle „Platz“ machen. Was er sofort tat. Dann nahm ich ihn an die Leine, ließ meinen Hund frei neben mir laufen und suchte nach meinem Bekannten. Benni lief folgsam neben mir. Seitdem respektiert Benni mich und seitdem hat er mich nie wieder angesprungen. Wohl auch, weil ich sofort in eine Führungshaltung gehe, wenn ich ihn sehe.

Hunde sind Rudeltiere und im Rudel gibt es eine Rangordnung. Wer mit seinem Hund ein entspanntes Miteinander will, braucht natürliche Autorität, eine innere Haltung, die gradlinig und klar ausdrückt, was man will, so dass die anderen „natürlich“ folgen. Das machte Benni ganz automatisch beim Hundetrainer, auch als er zum ersten Mal auf dem Platz war. Das macht er nun bei mir. Aber nicht bei seinem Besitzer. Natürliche Autorität zeigt sich nicht nur in Worten und der Tonlage, sondern vor allem non-verbal, durch Gestik, Mimik und – meiner Meinung nach – vor allem über die Ausstrahlung. Wer diese besitzt, wird respektiert, nicht nur von Rudeltieren.

Das Energiespray „I´m the boss“

Um die natürliche Autorität und Führungskraft gegenüber Tieren zu stärken, wurde das Energiespray „I´m the boss“ entwickelt. Es ist vor allem im Umgang mit Rudel- und Herdentieren wie Hunden und Pferden sehr hilfreich. Etwas Ähnliches gibt es für den Umgang mit Menschen: Das Energiespray „Ich werde respektiert“. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden: Der Rudelführer bei Tieren ist dominant, man könnte es auch autoritär nennen. Was er will, wird getan. Das Tier ordnet sich unter. Respektiert werden bei Menschen geschieht im Miteinander und auf Augenhöhe. Ich berücksichtige die Wünsche und Bedürfnisse des Gegenübers, verhalte mich wertschätzend und formuliere meine Wünsche oder Anweisungen so, dass mein Gegenüber sie akzeptiert und ihnen folgt, wenn es für ihn in Ordnung ist.

Ein Hundetrainer, der nichts von energetischen Produkten hielt, bekam eine Probe von „I´m the boss“ geschenkt. Da er nicht daran glaubte, gab er es auch nicht weiter, bis er bei einem Kunden nach einigen Trainingsstunden an einem Endpunkt angekommen war. Der Collie folgte dem Besitzer nicht, weil dieser keinen Führungsanspruch hatte, nicht der Boss war. Als der Kunde sagte „Das bringt doch alles nichts“, gab er ihm das Spray und riet, er solle es mal damit probieren. Beim nächsten Treffen ging der Collie aufmerksam neben seinem Besitzer her, achtete auf seine Befehle und Gesten und folgte. „Was haben Sie gemacht?“, fragte der Trainer. „Nichts, nur das Spray genommen. Ich weiß auch nicht, wieso der Hund jetzt folgt.“